Die Monetäre Rigidität von Bitcoin: Ein Unangemessenes Dogma Angesichts Makroökonomischer Realitäten und Spekulation
Das ursprüngliche Bitcoin-Manifest zielte darauf ab, die ständige Ausweitung der Geldmenge durch Zentralbanken zu konterkarieren, eine Haltung, die in der berühmten Nachricht des ersten Blocks verankert ist.
💰 I. Das Entscheidende Gleichgewicht von Angebot und Nachfrage in der Geldgeschichte
Die historische Geldtheorie beweist die Notwendigkeit einer Anpassung von Angebot und Nachfrage zur Gewährleistung der Wertsstabilität, wie die chinesische Erfahrung zeigt. Jüngst bewiesen große Zentralbanken technisch die Machbarkeit der Bilanzreduzierung als Reaktion auf Nachfrageschocks, was wesentliche Flexibilität hervorhebt.
📊 II. Die Angebotsstarrheit von Bitcoin: Eine Theoretische Herausforderung
Bitcoins starres, programmiertes Angebot birgt ein theoretisches Risiko angesichts einer strukturellen Verlangsamung der monetären Nachfrage, insbesondere in alternden Volkswirtschaften. Historisch führte eine konstante Geldmenge bei sinkender Nachfrage (z.B. nach dem Schwarzen Tod) oft zu erheblicher inflationärer Instabilität.
💡 III. Der Verrat der Tauschmittelfunktion
Die Debatte über das Währungsdesign wird heute von der tatsächlichen Funktion von Bitcoin überschattet. Als Tauschmittel aufgegeben, wird es überwiegend als spekulatives « Wertaufbewahrungsmittel » beworben und genutzt. Steuerliche Umwandlungsgebühren verdeutlichen diesen Sachverhalt.
Bitcoins anfängliche Geldfunktion ist nun sekundär; der Vermögenswert wird von seinen eigenen Befürwortern im Wesentlichen auf eine spekulative Anlagefunktion reduziert.